Freizeit und Tourismus

        

Die zentrale Lage von Staufenberg/Nienhagen zu Kassel und Hann. Münden bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten. Direkt in Nienhagen befindet sich das "Gollonghaus", in welchem sich auch das Dorfmuseum befindet, sowie die Kirche St. Elisabeth aus dem 19. Jahrhundert. Das Altarkreuz in dieser Kirche ist ein Werk von Gustav Eberlein.  

 

Gut ausgebaute Wanderwege des Kaufunger Waldes laden zu beschaulichen Naturerlebnissen ein.

 

Nicht nur für Familien sind die Wassertretanlage und der Barfußpfad in Nienhagen erwähnenswert. Beides ist öffentlich frei zugänglich für jedermann.

 

Für Golferfreunde befindet sich das Golf Resort Gut Wißmannshof mit  z. Zt. 18 Löchern in der Nähe.

 

Die Stadt Kassel bietet hervorragende Einkaufmöglichkeiten sowie eine große Anzahl von Museen wie z. B.: Brüder Grimm-Museum, die Orangerie, das Marmorbad, das Schloss Bad Wilhelmshöhe mit dem Weltkulturerbe Schlosspark, Herkulesdenkmal, Tapetenmuseum, Museum für Sepulkralkultur u. v  m. Nunmehr alle fünf Jahre richtet die Stadt Kassel die Documenta aus.

Für das weitere Wohlbefinden bietet die Kurhessen-Therme in Kassel Wilhelmshöhe ein reichhaltiges Angebot.


 Doch auch andere kleinere Städte in der Nähe freuen sich über Ihren Besuch.

 

Hannoversch Münden (Hann. Münden), eine kleine aber ehemals eine der wichtigsten Handelsstädte vergangener Zeiten, zeichnet sich durch seine weitgehendst erhaltenenen Fachwerkhäuser aus. In der Dreiflüssestadt führen Werra und Fulda zusammen und vereinigen sich zur Weser. 

 

Etwas weiter werraaufwärts liegt die Universitäts-und Kirschenstadt Witzenhausen. Im Jahre 1225 erhielt der Ort Stadtrechte und hat ebenfalls 

einen wunderschönen mittelalterlichen Stadtkern. 


 

Kreis- und Universitätsstadt Göttingen


 


 


 

Kurzbeschreibung über Nienhagen und verschiedene Sehenswürdigkeiten des Dorfes:

mit freundlicher Genehmigung von Herrn Erich Haldorn 


 


 

Nienhagen ist eines der jüngsten Dörfer in Staufenberg. In alten Urkunden wird es als Neuenhagen benannt. Am 7. Mai des Jahres 1351 belehnte der Herzog Ernst von Braunschweig seinen treuen Diener Otto von Holthusen und dessen Söhne Hermann und Otto mit dem halben Dorf Nygen-Haghen bei Escherode. Sicher ist Nienhagen älter als 650 Jahre. Eine Sage mit Dichtung von Georg Fischer aus Hann. Münden beschreibt dieses 1889. Nienhagen hatte 1875 332 Einwohner, 48 Wohngebäude und 66 Haushalte, 1996 etwa 350 Einwohner.


 


 

Die Kirche in Nienhagen wurde 1869 in gotischen Stil erbaut, mit einem Kruzifix von Professor Eberlein. Die alte Kapelle mit Friedhof befand sich auf dem jetzigen Ehrenfriedhof. Das Alter der 1. Kirche ist nicht bekannt, der Tauf- stein mit der Jahreszahl 1594 lässt vermuten, dass die Kirche im 16. Jahrhundert gebaut worden ist und somit 300 Jahre alt war. Die alte Kirchturmuhr wurde 1869 in die neue Kirche eingebaut wo sie ihren Dienst bedingt durch Kriegseinwirkung und Altersschwäche aufgab. 1995 wurde durch eine Spende von Familie Gollong eine neue Kirchturmuhr installiert. Von 1988-1994 wurden Dach, Außenwände und das Innere der Kirche in den jetzigen Zustand gesetzt.


 


 

Das Töpferdenkmal wurde 1994 durch Spenden der Bevölkerung vom Kultur- und Heimatverein Nienhagen errichtet.


 


 

Die ehemalige Schule, jetzt Dorfgemeinschaftshaus, wurde im Fachwerkstil von 1898-1899 erbaut. Zeitweise musste ein Lehrer 72 Schüler vom ersten bis achten Schuljahr unterrichten. Ab 1966 besuchten Kinder nach dem vierten Schuljahr die Mittelpunktschule in Uschlag. Am 1. August 1972 wurde die Schule in Nienhagen aufgelöst. Nun mussten auch die Kinder vom ersten bis vierten Schuljahr in Uschlag unterrichtet werden. Ab 1973 besuchen Schüler nach dem vierten Schuljahr die Gesamtschule in Heiligenrode (Hessen).


 


 

Der jetzige Friedhof wurde um die Jahrhundertwende angelegt. Der alte Friedhof an der Kirche wurde von 1923-1924 eingeebnet; danach erfolgte die Errichtung einer Gedenkstätte für die gefallenen Soldaten. Die Friedhofskapelle wurde 1968-1969 errichtet. Die männliche Bevölkerung errichtete den Bau in ihrer Freizeit. Die Forstgenossenschaft stiftete das Bauholz, auch der Landkreis Münden gab einen Zuschuss und verschiedene Firmen lieferten kostenlos einige Materialien.


 


 

Die erste Mühle, man sagt auch Fockemühle, befand sich einige 100 m unterhalb der Jetzigen am Zusammenfluss von Schwarzbach und Ingelheimbach. Die jetzige Mühle wurden 1551 erbaut und nach verschiedenen Vorbesitzern am 27. September 1883 für 5100 DM von der Erbengemeinschaft Schäfer, einschließlich Wohnhaus, Scheune, Backhaus, zwei Ställen und 103 Ar an die Familie Kaufmann verkauft. 1993 wurde das neue Mühlrad von der Firma Roth mit Geld des Landkreises Göttingen, der Denkmalpflege und der Gemeinde Staufenberg aufgebaut.


 


 

Die ehemalige Blankschmiede im Ingelheimtal, oberhalb des Feuchtbiotops, wurde am 30. Januar 1838 erstmalig in einem Zeitungsbericht des Mündener Intelligenzblattes erwähnt und vom königlichen Amt zum Verkauf angeboten. Ortsheimatspfleger Adolf Kraft hat 1991 eine Schautafel über die Funktion einer Blankschmiede mit Zeichnung errichtet. Leider sind keine Reste der Ruine mehr vorhanden.


 


 

Die Flachsrotte an der Ingelheim gegenüber der Mühle wurde im Recess der Gemeinde Nienhagen mit einer Größe von 16,10 Ar ausgewiesen. Sicher ist auch, dass vor dieser Zeit Flachs aufgearbeitet wurde, aber der Standort der Aufarbeitung ist nicht bekannt.1936 wurde die Fläche von der Realgemeinde an Karl Schäfer verkauft. 1993 haben Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins Nienhagen die Fläche als Schaugebiet hergerichtet. Ortsheimatpfleger Adolf Kraft errichtete eine Schautafel. Von der Gemeinde Staufenberg wurde mit dem Eigentümer ein Pachtvertrag abgeschlossen.


 


 

Die Wassertretanlage Thieleborn wurde von aktiven und passiven Mitgliedern des Männergesangsvereins Nienhagen 1985-1986 in ca. 650 Arbeitsstunden errichtet. Schriftliche Unterlagen besagen, dass schon 1776 der Thieleborn im offenen Graben für die Einwohner des Dorfes, für Mensch und Tier, sowie für Branntweinbrennereien das Wasser lieferte. Als 1908 eine zentrale Wasserleitung im Dorf verlegt wurde, diente das Wasser zum Giessen der Blumen auf den Friedhof.


 


 

Das Gollonghaus wurde  den Einkerbungen im Balken über der Haustür nach 1756 erbaut. Wie man im Inneren aber auch am Außengebälk des Hauses ersehen kann, wurden im Laufe der Jahrhunderte Vergrößerungen und Anbauten vorgenommen. Am 1. Oktober 1941 kauften der Schauspieler Christian Gollong sowie dessen Ehefrau Erika das Haus für 6500 Reichsmark einschließlich Holzreihestelle und zwei Gärten von der Familie Karl Stöbener. Im Testament hatten die Eheleute Gollong festgelegt, dass die Kapitalien an die Gemeinde Staufenberg vererbt werden. Nutznießer des Erbes sei das Dorf Nienhagen. Das Geld müsse für ein Heimatmuseum, eine neue Kirchturmuhr, Unterstützung des Kultur- und Heimatvereins, sowie Zuschüsse an andere örtliche Vereine und sozial schwache Familien in Nienhagen verwendet werden. Das Wohnhaus mit Reihestelle wurde 1995 von Frau Gollongs Schwester zurückgekauft und von 1995-1996 in den jetzigen Zustand umgebaut bzw. renoviert. Etwa 3500 Arbeitsstunden wurden von den Mitgliedern und Angehörigen des Kultur- und Heimatvereins ehrenamtlich bzw. für ein geringes Entgelt für den Umbau aufgewendet.

    

 


 


 


 


 


 


 

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